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Black Jack

Das meistgespielte Kartenspiel, welches in den Casinos angeboten wird, ist Black Jack. Diese Spielform ist eine Abwandlung des Spiels “Siebzehn und Vier”; ein ursprünglich französisches Karten-Glücksspiel, welches in Frankreich vor allem im 18. Jahrhundert sehr beliebt war. Ziel von Black Jack ist es, mit beliebig vielen Karten eine Punktzahl (Augenzahl) zu erreichen, die möglichst nahe an 21 Punkte reicht. Für einen Gewinn muss die eigene Punktzahl näher an besagten 21 Punkten liegen als die des Croupiers (Spielleiter).

Geschichte des Black Jack-Spiels
Bereits seit mehr als 4.000 Jahren existieren in China Glücksspiele, später verwendete man diese auch in Griechenland oder in Rom, um die Zeit zu vertreiben. Die ersten Karten-Decks mit 52 Karten wurden in Europa im 17. Jahrhundert bekannt; die Anfänge des Black Jacks sind etwa 100 Jahre später anzusiedeln mit dem bereits angesprochenen Spiel “Siebzehn und Vier”, welches auch als “vingt-et-un” oder “twenty-and-one” bekannt ist. Bei Black Jack wurde – zu Beginn – im Vergleich zu “Siebzehn und Vier” eine Sonderregel eingeführt, welche besagt, dass einem Spieler, dessen erste zwei Karten ein Pik As sowie ein Pik Bube sind, ein zusätzlicher Gewinn zusteht. Der Name “Black Jack” kommt dabei aus dem Englischen, denn hier wird der Bube als Jack bezeichnet. Der Zusatz “Black” (deutsch: schwarz) ist wohl darauf zurückzuführen, dass Pik die Farbe Schwarz hat. Heute spricht man von einem “Black Jack”, wenn die ersten beiden Karten entweder aus der Kombination Pik und Bildkarte (Bube, Dame, König) oder Pik und Zehn bestehen.

Nach der Französischen Revolution kam Black Jack in die USA und wurde hier zu einem der beliebtesten Spiele, die in den Casinos angeboten wurden. Glücksspieler, die sich auf professioneller Ebene damit auseinandersetzten, benötigten nicht lange, um herauszufinden, dass hier die Chancen auf einen Gewinn stark manipuliert werden konnten. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkannte die Regierung der Vereinigten Staaten, dass hinter Glücksspielen Korruption und organisiertes Verbrechen steckten. Hierauf wurde im Jahr 1910 ein Gesetz in den USA verabschiedet, welches das Spielen in Casinos als gesetzeswidrig erklärte. Dadurch wurde allerdings nur erreicht, dass das Glücksspiel in den USA weiter kriminalisiert wurde, weshalb der Bundesstaat Nevada Glücksspiel wieder als legal einstufte. Darüber hinaus wurden weitere Gesetze zum Schutze der Glücksspieler verabschiedet. In den restlichen Bundesstaaten wurde jedoch nichts verändert, weshalb Las Vegas zum Zentrum der Glücksspiele in den USA wurde. Auch die Wissenschaft interessierte sich für Black Jack – dies war vor allem in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts der Fall. Wissenschaftlich interessant war Black Jack deswegen, da es aus mathematischer Sicht nicht einfach ist, möglichst gewinnbringende Strategien zu berechnen. Damit der sogenannte “Heilige Black Jack Gral” – in etwa die Basisstrategie von Black Jack – gefunden werden konnte, wurde eine große Geldsumme investiert.

Die Einführung von Black Jack in deutschen Casinos
Der Glücksspielbetrieb nahm in Deutschland ungefähr ab dem 18. Jahrhundert an Fahrt auf. Vor allem Bad Homburg, Wiesbaden und Baden-Baden wurden für ihre Spielbanken bekannt. Folglich waren hauptsächlich Kur- und Badeorte interessant für das Glücksspiel. Allerdings wurde 1872 in Deutschland das Glücksspiel komplett verboten; erst ab dem Jahr 1948 konnten die deutschen Spielbanken wieder wirklich erfolgreich betrieben werden. Zum damaligen Zeitpunkt wurde vor allem Roulette angeboten. Anfang der 70er-Jahre kam zu Roulette in fast allen deutschen Spielbanken Black Jack als weiteres Spiel hinzu. Hierbei wurden die Karten immer aus einem Kartenschlitten gezogen, in dem insgesamt Karten von vier bis sechs Decks enthalten waren. Damit unterschied man sich zum Beispiel von den USA, denn dort gab es immer auch Tische, an denen Karten von nur einem Deck – aus der Hand des Dealers – gezogen werden konnten. Im Laufe der folgenden Jahre überschritt die Anzahl der Spielbanken in Deutschland die 20er-Grenze. Die Minimaleinsätze waren zum damaligen Zeitpunkt sehr niedrig, weshalb das Glücksspiel immer populärer wurde und damit auch die Zahl der Casinos weiter anstieg. In Deutschland setzt man zurzeit immer häufiger auf elektronische Mischmaschinen, wodurch Pausen für das Mischen der Karten im Kartenschlitter nach einem Durchlauf wegfallen.

Die Regeln und der Ablauf des Spiels
Die Blackjack Regeln sind im Grunde recht einfach, man spielt Black Jack normalerweise mit sechs Decks mit je 52 Karten. Diese Karten entsprechen dem französischen Blatt, welches die Farbwerte Kreuz, Pik, Herz und Karo besitzt. Insgesamt sind also 312 Karten im Einsatz. Die bis zu sieben Spieler sitzen an einem halbkreisförmigen Tisch mit einem Dealer (auch Croupier genannt). Bei der Aufteilung der Sitze ist zu beachten, dass dem Dealer die gerade Seite des Tisches vorbehalten ist. Die Spieler haben bei Black Jack das Ziel, mit zwei oder noch mehr Karten im Vergleich zum Dealer näher an 21 Punkte heranzukommen; der Wert von 21 Punkten darf jedoch nicht überschritten werden.

Bei der Bewertung der einzelnen Karten ist Folgendes zu beachten: Ein Ass zählt je nach Entscheidung des Spielers entweder als ein Punkt oder aber als elf Punkte. Die Karten von zwei bis Zehn zählen als so viel Punkte, wie sie Augen besitzen. Sämtliche Bildkarten (König, Dame, Bube) haben einen Wert von zehn Punkten. Bevor das Spiel jedoch beginnen kann, müssen teilnehmende Spieler auf den gekennzeichneten Boxen ihre Einsätze platzieren. In welchen Bereichen sich diese Einsätze bewegen, ist abhängig von den Limits der jeweiligen Casinos. In einem Feld beziehungsweise in einer Box kann jedoch nicht nur der Inhaber der Box setzen, sondern auch andere Spieler haben die Möglichkeit, hier mitzusetzen. Allerdings verfügen diese mitsetzenden Spieler über keinerlei Mitspracherecht und darüber hinaus darf deren Einsatz nicht das Limit einer Box überschreiten. Folglich kann kein Spieler mehr mitsetzen, wenn der Inhaber der Box bereits den maximal vom Casino erlaubten Einsatz getätigt hat.

Ist das Tätigen der Einsätze erledigt, so teilt der Dealer die Karten aus. Dabei erhalten zunächst alle teilnehmenden Spieler und der Croupier eine Karte (hierbei handelt es sich um offene Karten), daraufhin bekommt jeder Spieler nochmals eine weitere Karte. Nun können die Spieler weitere Karten verlangen, beginnend bei dem Spieler, welcher links vom Dealer sitzt. Dies geht so lange, bis alle Spieler von ihren Karten denken, so nahe wie möglich an die 21 Punkte gekommen zu sein und keine weiteren Karten mehr fordern. Hat ein Spieler an dieser Stelle bereits mit seinen Karten die 21 Punkte überschritten, so scheidet dieser aus – sein Einsatz und die Karten zieht der Croupier ein. Daraufhin zieht auch der Dealer eine zweite Karte. Haben seine zwei Karten zusammen einen Wert von mindestens 17 Punkten, so wird keine weitere Karte mehr gezogen. Hat der Dealer allerdings 16 oder noch weniger Punkte, wird eine weitere Karte gezogen. Asse zählen, wie bereits erwähnt, entweder als ein Punkt oder aber als elf Punkte. Beim Croupier gibt es allerdings eine Regel, die besagt, dass dieser ein Ass immer mit elf Punkten zählen muss, außer er würde damit die 21 Punkte überschreiten. Denn hat der Croupier mehr als 21 Punkte, so haben sofort alle teilnehmenden Spieler gewonnen. Überschreitet der Croupier die 21 Punkte nicht und darf keine weitere Karte mehr ziehen, dann haben die Spieler gewonnen, die mit ihren Karten näher an besagten 21 Punkten sind als der Dealer. Für den Fall, dass ein Spieler exakt die gleiche Punktzahl wie der Croupier hat, gilt Folgendes: Das Spiel ist unentschieden; folglich verliert der Spieler nichts, erzielt allerdings auch keinen Gewinn.

Die hier so eben angeführte Beschreibung der Spielregeln von Black Jack entspricht dem Reglement des Casinos Austria, welche auch in fast allen deutschen Casinos und darüber hinaus auch in der Spielbank von Monte Carlo gilt. Allerdings sind die Black Jack-Regeln international ohnehin fast einheitlich.

Gewinne
Beim allgemeinen Spielablauf erhält ein Spieler, welcher gewinnt, einen Gewinn in genau der Höhe, in der auch sein Einsatz war. Es gibt aber noch zwei weitere Fälle, in denen ein Spieler höhere Gewinne erhält. Einer dieser beiden Fälle ist ein “Siebener-Drilling”: Sollte ein Spieler dreimal eine Sieben haben, so erhält er ohne Weiteres einen Gewinn im Verhältnis von 3:2 zum Einsatz. Die Karten des Croupiers sind hier nicht wichtig. Diese Regel bezüglich des Siebener-Drillings wird allerdings vor allem in Österreich praktiziert; in Deutschland oder in der Schweiz erhält man jedoch auch einen Bonus für den Fall, dass man drei Karten mit der Zahl sieben besitzt.

Der weitere besondere Fall, bei der ein erhöhter Gewinn ausgeschüttet wird, trägt den gleichen Namen wie das Spiel selbst: Black Jack. Black Jack bedeutet, dass ein Spieler mit den ersten beiden Karten auf 21 Punkte kommt. Hierfür benötigt er entweder ein Ass und eine Zehn oder aber ein Ass mit einer Bildkarte. Ob man bei Black Jack einen Gewinn erhält, ist abhängig von den Karten des Dealers: Hat dieser ebenfalls Black Jack, dann ist das Spiel unentschieden; sollte der Croupier jedoch nicht mit den ersten beiden Karten auf 21 Punkte kommen, so erhält der Spieler den Gewinn im Verhältnis 3:2. Auf der anderen Seite gilt: Sollte der Croupier einen Black Jack haben, dann verlieren alle Teilnehmer, die noch im Spiel sind – nur ein Spieler, der ebenfalls einen Black Jack besitzt, bleibt im Spiel (unentschieden). Wenn ein Spieler einen Siebener-Drilling hat, so verliert er nicht, gewinnt allerdings auch nichts Weiteres, da er bei dieser Kartenkombination sofort aus dem Spiel ist und seinen Gewinn schon erhalten hat.

Möglichkeiten während des Spiels
Dem Spieler stehen im Verlauf des Spiels einige Möglichkeiten zur Verfügung, von denen er Gebrauch machen kann. Die Spieler können sich beispielsweise gegen einen Black Jack versichern; man spricht hier von einer “Insurance”. Die Versicherung kann man verwenden, wenn der Dealer als erste Karte ein Ass zieht (die erste Karte des Dealers ist offen). Hierfür muss ein den Vorgaben des Casinos entsprechender Einsatz auf Insurance line gesetzt werden. Sollte die zweite Karte des Dealers tatsächlich einen Wert von zehn Punkten haben, so bekommt der Spieler die Versicherung im Verhältnis von 2:1 ausbezahlt. Wenn der Croupier allerdings keinen Black Jack hat, dann wird der Einsatz der Versicherung eingezogen.

Darüber hinaus darf ein Spieler seine Hand teilen, wenn die ersten beiden Karten den gleichen Wert besitzen; man spricht hierbei von Splitten. Daraufhin wird das Spiel mit geteilter Hand weiter gespielt. Allerdings werden auch die Einsätze getrennt; dabei muss man für jede Hand, die geteilt wird, einen weiteren Einsatz einbringen, der die gleiche Höhe wie der ursprüngliche Einsatz hat. Mehrfaches Teilen ist möglich, aber in Deutschland meistens nicht erlaubt. Erreicht man mit einer geteilten Hand ein Ass mit einer Bildkarte oder einer Zehn, so zählt dies nicht als Black Jack, sondern wird mit 21 Punkten gezählt. Dies liegt daran, dass Black Jack nur mit den ersten beiden Karten möglich ist; bei geteilter Hand sind hierfür aber mindestens drei Karten notwendig. Zudem darf ein Spieler, wenn er in Besitz seiner ersten beiden Karten ist, seinen Einsatz verdoppeln. Der Wert der Karten spielt hierbei keine Rolle. Entscheidet sich der Spieler fürs Verdoppeln (double), dann erhält er darauf noch genau eine Karte. Als mitsetzender Spieler in einer Box darf man jedoch nur dann verdoppeln, wenn auch der Inhaber der Box verdoppelt. Des Weiteren bieten viele Casinos an, dass ein Spieler vor der Kartenausgabe darauf wetten kann, dass der Croupier die 21 Punkte in der nächsten Runde überschreitet. Es handelt sich hierbei um eine Nebenwette, die – sollte sie erfolgreich sein – im Verhältnis von 5:2 ausbezahlt wird. Überkauft sich der Dealer nicht, so wird der Einsatz dieser Wette eingezogen.

Alternativen und Einschränkungen der Regeln
Die soeben aufgezählten (allgemeinen) Regeln werden von vielen Casinos etwas eingeschränkt. Sehr häufig wird das Doppeln nur dann erlaubt, wenn die ersten beiden Karten zwischen neun und elf Punkte aufweisen. Mehrfaches Teilen wird darüber hinaus zwar gestattet, allerdings darf dann der Einsatz bei einer geteilten Hand nicht verdoppelt werden. In welchem genauen Ablauf die Kartenausgabe erfolgt, kann darüber hinaus unterschiedlich sein. Bei dem vorgestellten Spielablauf erhält der Croupier seine zweite Karte erst dann, wenn alle Spieler so viele Karten erhalten haben, wie gewünscht. In den USA ist es dagegen üblich, dass der Dealer seine zweite Karte dann erhält, wenn alle Spieler ihre zweite Karte bekommen haben. Sollte so gespielt werden, so wird die zweite Karte des Croupiers selbstverständlich verdeckt – das Öffnen erfolgt erst dann, wenn alle Spieler auf das Erhalten weiterer Karten verzichtet haben.

Black Jack in Online-Casinos
Das Internet wird immer populärer und auch die Möglichkeiten, die durch das World Wide Web geboten werden, nehmen ständig zu. Das Internet ermöglicht es Glücksspielern, direkt über das Internet in Online-Casinos zu spielen – ein Gang in eine “reale” Spielbank ist dadurch folglich nicht mehr zwingend notwendig. Da Black Jack eines der beliebtesten Casinospiele ist, kann es selbstverständlich auch in solchen Online-Casinos gespielt werden. Der Ablauf des Spiels erfolgt hierbei im Prinzip wie in der Realität. Man spielt Black Jack mit sechs Decks, die französische Spielkarten enthalten. Da jedes Paket 52 Karten enthält, kommt man auch hier auf 312 Karten, mit denen gespielt wird. Auch die Sitzaufteilung ist dieselbe: Gegenüber dem Croupier sitzen bis zu sieben Spieler. Viele Online-Casinos bieten Black Jack-Tische an, an denen kostenlos gespielt werden darf. Auf diesem Wege können sich Anfänger einen ersten Überblick über das Spiel und auch über den Ablauf verschaffen.

Ist man mit den Spielzügen von Black Jack in Online-Casinos vertraut, so kann man – wie in realen Spielbanken auch – mit Einsätzen spielen. Diese liegen in der Regel zwischen 1 und 500 Euro. Bei welchem Wert die Höchst- und Mindesteinsätze liegen, kann von Tisch zu Tisch variieren; diese sind jedoch normalerweise deutlich ausgeschrieben. Nachdem die Einsätze nochmals bestätigt wurden, beginnt der Croupier mit dem Verteilen der Karten.

Grundbegriffe beim Online-Spiel
Um Black Jack ohne Probleme über das Internet spielen zu können, sollte man über die wichtigsten Grundbegriffe des Spiels Bescheid wissen. Möchte man nach dem Erhalt der zweiten Karte noch eine weitere verlangen, lautet der Fachbegriff hierfür “hit”. Ist man der Ansicht, dass man mit den vorhandenen Karten nahe genug an den 21 Punkten ist, so macht man dies mit “stand” deutlich und erhält daraufhin vom Croupier keine weitere Spielkarte. Die Begriffe “double” und “split”, sowie den Sinn der Versicherung wurden bereits erläutert – auch diese sind natürlich für das Spiel wichtig. Selbstverständlich zählen diese Begriffe nicht nur für das Onlinespielen, sondern existieren auch beim Spielen von Black Jack in realen Casinos und sind dort genauso wichtig.